Taschenrechner statt Trainingsplan! – Rainer Wehinger rechnet sich zum Sommercup-Sieg
Beim 17. und vorletzten Snooker Friends Sommercup 2026 hatte plötzlich ein völlig neues Trainingsgerät Hochkonjunktur:
Der Taschenrechner.
Wer muss welchen Platz erreichen?
Wer kann wen noch überholen?
Welches Ergebnis wird gestrichen?
Wie viele Punkte fehlen?
Und was passiert, wenn der da vorne verliert und der andere ins Halbfinale kommt?
Willkommen in der heißen Phase des Snooker Friends Sommercups!
Nur noch ein Turnier bleibt – und der Kampf um die 16 Plätze beim Masters hat offensichtlich bei einigen ungeahnte sportliche Kräfte freigesetzt.
Allen voran bei einem Mann:
Rainer Wehinger.
Rainer braucht Punkte
Die Ausgangslage war einfach.
Rainer Wehinger brauchte Punkte.
Viele Punkte.
Wenn er beim Masters noch ein ernstes Wörtchen mitreden wollte, musste beim vorletzten Sommercup ein richtig starkes Ergebnis her.
Man hätte jetzt rechnen können.
Viertelfinale?
Halbfinale?
Wie viele Punkte reichen?
Rainer entschied sich für die mathematisch einfachste Variante:
TURNIER GEWINNEN.
Problem gelöst.
Er spielte sich tatsächlich bis ins Finale – und dort wartete ausgerechnet jener Mann, der das Sommercup-Podest inzwischen vermutlich als Zweitwohnsitz anmelden könnte:
Roger Hohl.
Ausgerechnet Roger
Niemand stand in dieser Saison öfter auf dem Stockerl als Roger.
Erfahrung, Konstanz und natürlich dieses ominöse Carbon-Cue – alles vorhanden.
Aber Rainer brauchte diese Punkte.
Und entsprechend entwickelte sich ein enges Finale.
Am Ende lag nur noch Schwarz auf dem Tisch.
Sie sollte entscheiden.
Und Roger?
Nun …
Es war irgendwie schwer zu erkennen, ob er diese letzte Schwarze tatsächlich noch mit allerletzter Konsequenz anging. 😉
Daneben.
Rainer bekam seine Chance.
Sieg!
Und plötzlich war aus einem Mann, der dringend Punkte für das Masters brauchte, der Sieger des 17. Snooker Friends Sommercups geworden.
Baaaam!
Besser kann man sich im Kampf um die Top 16 kaum zurückmelden.
Und dann kam Désirée
Während vorne gerechnet wurde, hatte auch die einzige Dame im Teilnehmerfeld ihre eigene Rechnung aufgestellt.
Désirée Keckeis wollte ihren Platz beim Masters unbedingt absichern.
Und offensichtlich war das Motivation genug.
Sie spielte ihren bislang stärksten Sommercup.
Das bekam sogar Brendy Collins zu spüren.
Der Ire, selbst noch mit Ambitionen Richtung Masters unterwegs, musste gegen Désirée eine Niederlage hinnehmen und den Umweg über die Loser-Runde nehmen.
Désirée zeigte damit genau zum richtigen Zeitpunkt, was in ihr steckt.
Bestes Sommercup-Ergebnis bisher – ausgerechnet dann, wenn es zählt.
So geht Endspurt!
Irish Ruhe statt Schiedsrichterdiskussion
Und Brendy Collins?
Der hätte nach der Niederlage gegen Désirée durchaus ins Grübeln kommen können.
Tat er aber nicht.
Er kämpfte sich, wie Iren eben kämpfen, bravourös zurück.
Selbst bei der einen oder anderen zumindest diskutablen Schiedsrichterentscheidung blieb Brendy bemerkenswert gelassen.
Keine große Aufregung.
Keine Show.
Irish Calmness. ☘️
Und siehe da:
Platz 3!
Damit sammelt auch Brendy genau zum richtigen Zeitpunkt wertvolle Punkte und hält seine Masters-Hoffnungen am Leben.
Mathias Siedler macht den Sack zu
Der zweite dritte Platz ging an Mathias Siedler.
Und auch seine Geschichte passt perfekt zu diesem Abend.
Keine große Sensation.
Kein Drama.
Einfach dann Leistung bringen, wenn man sie braucht.
Mathias spielte sich bis ins Halbfinale und sicherte damit seinen Platz beim Masters ab.
Taschenrechner wieder einpacken.
Aufgabe erledigt.
Endstand:
- Rainer Wehinger
- Roger Hohl
- Brendy Collins
- Mathias Siedler
„Rechnet ihr nur …“
Diesmal hielt sich Fidan fein aus dem großen Masters-Poker heraus.
Sehr höflich von ihm.
Andere brauchten die Punkte schließlich dringender.
Jetzt entscheidet EIN Abend!
Und nun wird es richtig ernst.
Nach 17 Turnieren ist vorne vieles geklärt.
Aber zwischen Platz 14 und Platz 18?
Da brennt noch die Luft.
Nur noch der 18. und letzte Snooker Friends Sommercup bleibt.
Danach ist Schluss.
Keine Nachspielzeit.
Keine zweite Chance.
Keine Ausrede.
Top 16 = Masters.
Platz 17 = Zuschauen.
Und die Starterliste für das letzte Turnier steht bereits.
Damit kann jetzt gerechnet werden, bis der Taschenrechner glüht.
Wer braucht welchen Platz?
Wer muss wen überholen?
Wer darf auf keinen Fall früh ausscheiden?
Und vor allem:
Wer hält dem Druck stand, wenn plötzlich jede einzelne Kugel über die Masters-Teilnahme entscheiden kann?
Der 17. Sommercup hat gezeigt, was dieser Druck auslösen kann.
Désirée spielt ihr bestes Turnier.
Brendy kämpft sich zurück.
Mathias sichert seine Qualifikation.
Und Rainer Wehinger?
Der braucht Punkte und entscheidet:
„Dann gewinne ich halt.“
Noch ein Sommercup.
Noch eine Chance.
Und für die Spieler auf den Plätzen 14 bis 18 könnte die wichtigste Kugel des gesamten Sommers noch vor ihnen liegen.
Taschenrechner bereithalten. Montag wird abgerechnet.
