„Ich brauche noch ein Foto auf der Homepage!“ – Suphi setzt den perfekten Schlusspunkt

„Ich brauche noch ein Foto auf der Homepage!“ – Suphi setzt den perfekten Schlusspunkt

2. September 2026 Aus Von Norbert Engel

18 Turniere.

Unzählige Frames.

Überraschungen, Flukes, schwarze Matchbälle, Comebacks, Carbon-Cues, Lady Flukesia – und jede Menge Geschichten.

Und dann kommt der 18. und letzte Snooker Friends Sommercup 2026.

Eigentlich hätte man zum Abschluss ja mit einem gemütlichen Ausklang rechnen können.

Aber nicht mit Suphi Yalman.

Der hatte offensichtlich noch etwas zu erledigen.

Etwas sehr Wichtiges.

Auf der Homepage fehlte ihm offenbar noch ein Siegerfoto.

Suphi dreht plötzlich auf

Das Finale lautete:

Suphi Yalman gegen Fidan Qerkinaj.

Und wer Fidan während dieses Sommers beobachtet hat, weiß:

Das ist normalerweise keine besonders angenehme Aufgabe.

Der kanadische Gentleman spielte eine großartige Serie, gewann mehrfach und gehörte zu den bestimmenden Spielern dieses Sommers.

Doch im letzten Finale passierte etwas, womit offenbar selbst Fidan nicht gerechnet hatte.

Suphi drehte auf.

Und zwar richtig.

Von jenem Suphi, den Fidan aus den bisherigen Turnieren kannte, war plötzlich nicht mehr viel zu sehen.

Konzentriert.

Entschlossen.

Zielsicher.

Fidan bekam kaum eine Chance.

Und am Ende musste selbst er anerkennen:

„Heute hast du ganz anders gespielt als bisher. Wow!“

Suphi überlegte offenbar kurz, wie man eine derartige Leistung sportlich korrekt erklärt.

Training?

Konzentration?

Taktik?

Nein.

Seine Antwort:

„Ich brauche noch ein Foto auf der Homepage!“

Hahahaha!

Damit wäre auch geklärt, was einen Snookerspieler zu Höchstleistungen antreibt.

Nicht Preisgeld.

Nicht Weltranglistenpunkte.

Nicht Ruhm.

Ein ordentliches Siegerfoto auf sommercup.eu.

Wenn Harry zeigt, „wie es gemacht wird“

Natürlich wäre es kein Snooker Friends Sommercup, wenn neben dem sportlichen Geschehen nicht noch irgendwo etwas passieren würde, worüber anschließend alle lachen.

Diesmal übernahm Harry Gallwitz diese Aufgabe.

Nach seinem Stoß sprang eine Kugel auf die Bande – und von dort direkt weiter in die Tasche.

Alles völlig regelkonform.

Vielleicht nicht unbedingt aus dem Lehrbuch.

Aber drin ist drin.

Harry betrachtete sein Werk und verkündete entsprechend selbstbewusst:

„So wird das gemacht!“

Gelächter.

Geschichte erledigt?

Natürlich nicht.

Denn einige Zeit später kam Uwe Kagelmann.

Letzte Kugel.

Schwarz.

Uwe feuert das Ding wie eine Rakete über eine Bande …

REIN!

Kurzer Blick in die Runde.

Und dann:

„SO wird das gemacht!“

Spätestens jetzt war es vorbei.

Alle lachten.

Natürlich auch Harry.

Genau diese Art Humor begleitet diese Serie seit dem ersten Turnier.

Einer legt vor.

Der andere setzt noch einen drauf.

Und der Erste lacht am lautesten mit.

Aber vorne wurde noch richtig gespielt

Bei all dem Spaß darf nicht untergehen, wer sich beim letzten Turnier noch einmal bis ganz nach vorne spielte.

Patrick Rohner zeigte erneut seine Klasse und holte sich einen weiteren Stockerlplatz.

Und auch Jürgen Reis beendete die reguläre Serie mit einem starken dritten Platz.

Damit standen beim letzten Sommercup vier Namen ganz vorne, die diese Serie auf ihre jeweils eigene Art geprägt haben.

Endstand:

  1. Suphi Yalman
  2. Fidan Qerkinaj
  3. Patrick Rohner
  4. Jürgen Reis

Und plötzlich sind 18 Turniere vorbei

Was einmal als Sommercup begonnen hat, wurde über die Wochen zu etwas ganz anderem.

Natürlich wurde Snooker gespielt.

Natürlich wollte jeder gewinnen.

Natürlich wurde um Punkte und am Ende sogar mit Taschenrechnern um die Masters-Plätze gekämpft.

Aber wenn wir uns an diesen Sommer erinnern, werden es wahrscheinlich nicht nur die Ergebnisse sein.

Wir werden uns an Roger Hohls Carbon-Cue erinnern.

An Fidans kanadische Gelassenheit.

An Suphis Fairness und seinen Humor.

An Thomas Federspiel, der unbedingt auch so ein Carbon-Cue haben MUSSTE.

An Mathias Kopf, der nach langer Pause zurückkam und plötzlich wieder Turniere gewann.

An David Mair, der drei Wochen verschwand und offenbar heimlich bei Lady Flukesia trainierte.

An Uwe Kagelmann.

Patrick Rohner.

Jürgen Reis.

Josef Bischof.

Manfred Leumann.

Und an all jene, die vielleicht nie einen Sommercup gewonnen haben, aber trotzdem Teil dieser Geschichten geworden sind.

Denn genau das war irgendwann das Besondere daran:

Man musste nicht gewinnen, um beim Sommercup eine Geschichte zu schreiben.

Manchmal reichte eine Kugel, die nicht fallen wollte.

Ein Fluke.

Ein Spruch.

Ein großartiger Stoß.

Oder einfach die Fähigkeit, gemeinsam über sich selbst zu lachen.

Jetzt kommen die besten 16

Die Rechnerei ist beendet.

Die Punkte sind verteilt.

Die Streichresultate berücksichtigt.

Nach 18 Turnieren steht fest, wer sich für das Snooker Friends Masters 2026 qualifiziert hat.

Jetzt beginnt ein neues Kapitel.

Die besten 16 des Sommers treffen aufeinander.

Und dort zählt dann kein:

„Beim nächsten Sommercup hole ich die Punkte.“

Denn einen nächsten gibt es nicht mehr.

Jetzt kommt das:

MASTERS!

Aber bevor wir dort wieder ernsthaft Snooker spielen, gehört der letzte Satz der regulären Serie natürlich dem Mann, der offenbar erst beim 18. Turnier erkannt hat, was wirklich wichtig ist.

Lieber Suphi:

Das Siegerfoto hast du dir verdient.

Und falls du beim Masters wieder so spielst wie heute, wissen wir jetzt auch, wie wir dich motivieren müssen:

Wir sagen dir einfach, dass auf der Homepage noch ein Foto fehlt.